LFK Jugendschutz.net

Beim Instant Messaging handelt es sich um eine private Kommunikation von PC zu PC - vergleichbar einem Telefongespräch. Die Nachrichten laufen nicht wie beim Webchat über die vermittelnde Plattform eines Chat-Betreibers. Damit entfallen viele Möglichkeiten der Filterung, Moderation und Kontrolle durch den Anbieter.

Entsprechend hoch ist das Risiko unerwünschter Kontakte und Nachrichten. Instant Messenger bergen auch die Gefahr, dass Kinder und Jugendliche von pädokriminell geneigten Nutzern angesprochen und belästigt werden. Dieses Risiko steigt beträchtlich, wenn Kinder oder jugendliche Nutzer sich in ihren Messenger-Profilen detailliert vorstellen und Angaben zu Alter und Wohnregion machen, Fotos einstellen oder sich auf andere Art und Weise als minderjährig zu erkennen geben. Während der Recherchen kam es bei allen Messengern zu häufigen Kontaktversuchen von fremden Usern, zur unverlangten Zusendung pornografischer oder gewalthaltiger Bilder, Videos oder Tondateien und zu sexuell motivierten Anfragen nach Webcam-Kontakten.

Sicherheit:     

Instant Messenger sind nicht sicher und erhalten das Label "Hohes Risiko"!


Das Risiko lässt sich allerdings durch Aktivierung von Sicherheitsfunktionen verringern. Die Voreinstellungen bzgl. Sicherheit sind in der Regel von den Anbietern auf die niedrigste Stufe gesetzt. Sie müssen vom Nutzer selbst eingestellt werden.

Alter: Für Kinder nicht geeignet. Für Jugendliche geeignet, wenn entsprechende Sicherheitseinstellungen vorgenommen wurden.

  • Sicherheitsfunktionen des Messengers auf die höchste Stufe setzen und die Privatsphäre weitestgehend schützen.

  • Unerwünscht zugesandte Nachrichten unterdrücken.

  • Keine unaufgeforderten Kontakte zulassen bzw. Kontaktanfragen unbekannter Teilnehmer ablehnen.

  • Dateitransfer, Cam- und Voice-Funktionen ausschalten bzw. Anfragen von Unbekannten ablehnen.

  • Absender lästiger Nachrichten auf eine Ignore-Liste setzen.

  • Das öffentliche Profil so anonym wie möglich halten: nie den vollen Namen angeben, keine detaillierten Angaben zu Alter, Wohnort, Schule, Vereinen etc. Keine Bilder einstellen, auf denen man gut erkennbar ist.

  • Logfiles automatisch erstellen. So hat man bei Belästigungen gleich alles dokumentiert, ohne Screenshots erstellen zu müssen.

Konkrete Hinweise zu den Sicherheitseinstellungen finden Sie auf den Detailseiten der einzelnen Messenger.

Achtung!

Oft gibt es verschiedene Versionen der Instant Messenger. Unsere Einstellungstipps beziehen sich auf die jeweils recherchierte Version. Andere Versionen können andere Einstellungen erfordern. Prüfen Sie Instant Messenger bitte selbst auf mögliche Sicherheits- einstellungen!

Sicherheitstipps für Kinder

  • Misstrauisch sein!
  • Keine persönlichen Daten preisgeben!
  • Schlimme Dialoge sofort abbrechen!
  • Kein Treffen ohne Begleitung!
  • Frag einen Erwachsenen um Rat!
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Tipps für Eltern

Sie sollten:
  • Ihr Kind begleiten
  • wichtige Regeln vermitteln
  • sichere Chats und Chat-Zeiten vereinbaren
  • den Chat Ihres Kindes prüfen
  • Verstöße melden
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